Finanzagentur Eggers

Die Vorfälligkeitsentschädigung

Wenn ein Darlehensnehmer vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist das Darlehen kündigt, kann die Bank als Ausgleich für den Zinsverlust eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Höchstrichterliche Entscheidungen haben die Berechnungsgrundlage für derartige Entschädigungen zwischenzeitlich klar festgelegt, sodass Kunden, die den berechneten Schaden, der der Bank entstehen soll, durch die Verbraucherzentrale überprüfen lassen kann. Eine beliebige Höhe der Entschädigung / Strafe durch die Bank ist damit ausgeschlossen.

Das BGB regelt im § 489 die Kündigung von grundpfandrechtlich gesicherten Darlehen.


In Bezug auf diese gesetzliche Grundlage kann im Umkehrschluss abgeleitet werden, dass Darlehen mit Zinsbindungsfristen über 10 Jahre dennoch nach ca. 10 Jahren - unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten-  getilgt werden können, ohne dass Vorfälligkeitsentschädigungen berechnet werden. Gleichzeitig ermöglicht diese Bestimmung dem Kunden bei einer beispielsweise 15 jährigen Zinsbindungsfrist , 5 Jahre nach Ablauf der ersten 10 Jahre, die Kapitalmarkt zu beobachten und gegebenenfalls früher als ursprünglich geplant eine Anschlussfinanzierung zu vereinbaren.

WICHTIG: Die Bank muss sich 15 Jahre an den Vertrag gebunden halten. Ihr steht dieses Sonderkündigungsrecht nicht zu.